KIP Deutschland - ein Erfolg
KIP Presseecho
Dieser Artikel erschien im Magazin INFOMARKT, Ausgabe 22/09 (hier geht es zum Infomarkt)
Der japanische Hersteller KIP Corp. versteht sich als ein führender Hersteller von Großformat-Plottern, Kopierern, Farb- und Schwarz-Weiß-Scannern. Produkt-Innovationen und Spezialisierungen garantieren die starke Präsenz in einer Marktnische. Mit den patentierten Technologien, einer extrem schnellen, neuen Maschine und verstärkten Vertriebsaktivitäten will das Unternehmen Absatz und Umsatz ausbauen.
„Während wir bei den Reprografiebetrieben eine Kaufzurückhaltung registrieren, beobachten wir ein deutlich zunehmendes Interesse durch die Druckdienstleister“, erklärt Olaf Lindner, Sales Support Manager bei der KIP Deutschland GmbH in Aachen. „Wir sind daher mit der Absatzentwicklung, insbesondere mit unseren Farbsystemen, sehr zufrieden.“ Diese Erkenntnis ist die Quintessenz der diesjährigen Roadshow, die KIP durch acht Städte führte. Der Großteil der rund 320 Besucher waren Bestandskunden. Zu den Interessenten zählten aber auch neue Anwender und Vertriebspartner. Zur wichtigsten Zielgruppe des Unternehmens entwickeln sich kleine und mittelständische Druckerei-Betriebe. „Kurze Entscheidungswege und geringere Investitionsängste führen dort zu kurzfristigen positiven Entscheidungen“, glaubt Lindner.
Während die Branche in vielen Bereichen Absatz- und Umsatzrückgänge hinnehmen muss, befindet sich der Aachener Anbieter nach eigener Aussage auf einem Wachstumskurs. Für ganz Europa wurde daher die Vertriebsorganisation durch Zukäufe von spezialisierten Unternehmen wesentlich verstärkt. In Deutschland integrierte KIP das Oppenheimer Systemhaus Ferber + Hanusa als zweite Servicezentrale neben dem Hauptsitz.
Darüber hinaus unterhält KIP Deutschland ein dichtes Netz an Fachhandelspartnern und Kompetenzzentren. Das Unternehmen, das die Regionen Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH) betreut, konnte Vertriebspartner aus verschiedenen Bereichen wie Archivierung, Bürotechnik, CAD, Druckbedarf, geologische Datenverarbeitung und Reprografie gewinnen. Zu den Anbietern gehören unter anderem die Distributoren Alphaline, die Systemhausgruppen Digiserve und WDV Wissenschaftliche Daten-Verarbeitung, die Lösungsspezialisten Macron und Microbox sowie die Fachhandelsgruppen Graphia Willy Nothnagel und Kisters.
Bandbreite und Effizienz wichtiger als der Maschinenpreis
KIP Deutschland wurde 2006 gegründet. KIP Europe S.A. ist für 23 nationale Märkte zuständig und arbeitet zum Beispiel in Frankreich, Großbritannien oder der Schweiz mit den Vertriebsorganisationen von Konica Minolta und Triumph-Adler zusammen. Die Gesellschaft in Aachen wird von zwei Geschäftsführern geleitet. Das operative Geschäft ist in den Händen von Ludger Hellerhoff; neben ihm steht der Franzose Patrick Schoenahl, der auch Präsident der KIP Europe S.A. in Paris ist. Den Vertrieb leitet Andrés Kaiser.
Den Abverkauf förderte KIP Deutschland unter anderem mit seiner im Oktober zu Ende gegangenen Roadshow. Bei der Tour stand einzig und allein der Großformatdrucker KIP Color 80 im Mittelpunkt. Ein Prototyp des weltweit ersten LED-Vierfarb-Plotters im DIN-A0-Format war bereits im Mai 2007 vorgestellt worden. Die Präsentation auf der Fachmesse FESPA in Berlin sorgte für großes Aufsehen. „Wir haben wir mit dem System speziell im Bereich des Plakat- und Posterdrucks eine Marktnische aufgetan, für die es einen echten Bedarf gibt“, sagt Hellerhoff. „Wir sehen uns ebenfalls darin bestätigt, dass die Bandbreite der einsetzbaren Medien und der Preis pro Quadratmeter als wesentlich wichtiger empfunden wurden als der letztendliche Maschinenpreis.“
Tonerbasierter Druck mit konstanter Geschwindigkeit
Das Unternehmen verzeichnete eine positive Resonanz von den auf der Roadshow geknüpften Kontakten sowie von den Fachpublikationen. „Diese Innovation könnte den Digitaldruck im Bereich Poster- und Plakatproduktion nachhaltig verändern”, resümierte die Internetpublikation Reprografie Forum 2.0. Der Verkaufsstart, der eigentlich zum Jahresende 2007 vorgesehen war, verzögerte sich aber. Erst auf der Drupa 2008 konnte der Hersteller die Leistungsdaten seiner „kleinen Revolution” bestätigen und den Launch des weiterentwickelten Gerätes platzieren.
Als „größtes und wichtigstes Alleinstellungsmerkmal” bezeichnet Lindner den „tonerbasierten Druck mit konstanter Druckgeschwindigkeit”. Die Maschine KIP Color 80 druckt 4,8 Meter pro Minute in jedem Druckmodus. Über die vier Einzugsrollen soll jede DIN-A0-Vorlage in 17 Sekunden bedruckt werden können. Somit schafft das Drucksystem rund 200 Vorlagen in der Stunde, die mit einer Auflösung von 600 dpi wasserfest und lichtstabil ausgegeben werden. Die Bandbreite der Medien reicht von unbeschichtetem Papier und Normalpapier bis 135 g / m2 über Transparentfolie, Pergament, Blueback-Papier bis hin zu speziellem Kartenpapier sowie beidseitig bedruckbarer und selbstklebender Polyethylenfolie. Dementsprechend reichen die inneren und äußeren Einsatzbereiche von CAD-Zeichnungen und Landkarten über vollflächige Werbeposter bis hin zu Folienbeschilderungen.
Mit Blick auf Mitbewerber wie Océ, RoWe und Xerox präsentiert der Hersteller folgende Rechnung: Bei einer angenommenen Auslastung von täglich vier Stunden schaffe das System monatlich 16.800 Ausdrucke im DIN-A0-Format. Bei einer Verteilung von 80 Prozent Linie, zehn Prozent Linie / Grafik und zehn Prozent Poster komme ein vergleichbarer Inkjet-Drucker gerade einmal auf 4.400 Ausdrucke, heißt es in Aachen. Als weiteren Vorteil wertet KIP die günstigen Klickkosten, die mit einer 70-prozentigen Farbdeckung bei unter 1,40 Euro liegen.
Offset-Vergleich: Deutliche Steigerung des Rohertrags
Ein B2B-Anwender wie das Familienunternehmen Stieber Druck schätzt das Produkt und die „gewinnbringende Erweiterung” seines Geschäftsfeldes Digitaldruck. Die Firma bei Mannheim sieht sich nun in der Lage, ein Vielfaches an Aufträgen zu erledigen und diese auch noch innerhalb weniger Stunden abzuwickeln. Wenngleich Stieber-Geschäftsführer Volker Bier die Geschwindigkeit und Möglichkeiten der Maschine lobt, steht für ihn die Preiskalkulation im Vordergrund: „Im Vergleich zu Offsetdruck-Anwendungen können wir damit unseren Rohertrag deutlich steigern. Die Kosten für einen Inkjet-Ausdruck liegen bei sieben bis acht Euro.“ Dafür sei die Qualität der Inkjet-Ausdrucke aber etwas besser, sagt Bier.
Das Produkt, das sich mit Farbmanagement, Scanner, Kopierer und Falter zum multifunktionalen System ausbauen lässt, kostet in der abgespeckten Version PLC 105.000 Euro. Das Portfolio des Herstellers runden weitere Produkte wie das Großformat-Multifunktionssystem KIP 3100 (baugleich mit dem OEM-Produkt Utax XC 9048), die direkt ansteuerbaren Farbscanner KIP 600 und KIP 2100 und die modulare Farbsoftware KIP Color ab. Als Erfolgsfaktor für die kleine Produktpalette erweisen sich die innovativen Technologien des japanischen Mutterkonzerns Katsuragawa Electric Co. Ltd.
Beim Flaggschiff KIP Color 80 erzeugt die High Definition Print Technology (HDP) sehr ausgeprägte Schärfen, Kontraste und Graustufen. Außerdem nutzen die monochromen Plotter wie KIP 5000 und KIP 7000 den Toner vollständig aus, so dass hier der übliche Resttonerbehälter fehlt. Bei Scannern und Scaneinheiten kommt wiederum die Bildtechnologie Realtime Thresholding (RTT) zum Einsatz. Hier werden bei stark variierenden Helligkeitsdaten sämtliche Pixel eines Ausdrucks ausgelesen und die Schwellenwerte bis zu 500.000 Mal angepasst. Hinter diesen Technologien steht die Umweltkampagne des Herstellers, der die Attraktivität seiner Lösungen nicht zuletzt durch Integration ökologischer Aspekte in die Geschäftsstrategie verbessern will.

